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Erfolgreicher Benefizlauf der BBS Westerburg

BBS Spendenscheck 12-2015.1 v19.000 Euro für das stationäre Hospiz St. Thomas gespendet

Westerburg. Am 9. und 12. Oktober organisierte die Berufsbildende Schule Westerburg einen Benefizlauf zugunsten des geplanten stationären Hospizes St. Thomas in Dernbach.
Als Schirmherr fungierte Stadtbürgermeister und MdL Ralf Seekatz, der auch an beiden Tagen den Startschuss für diese Spendenaktion gab. Insgesamt nahmen 431 Schüler und zwölf Lehrer teil, die 4.455 Runden (à 400 Meter) im Stadion zurücklegten und so einen Gesamtbetrag von mehr als 8.500 Euro erliefen. Diese beachtliche Summe ist natürlich den zahlreichen Sponsoren zu verdanken, zu denen neben Privatpersonen auch Firmen und Pflegeeinrichtungen aus der Region gehörten.
Jetzt fand die offizielle Scheckübergabe statt, zu der der Vorsitzende des Hospizvereins Westerwald e.V., Heinz-Peter Rüffin, ins Foyer des Bereichs Altenpflege in der Berufsbildenden Schule Westerburg eingeladen wurde. Neben Schirmherr Ralf Seekatz hießen ihn auch das Organisationsteam unter der Leitung von Dr. Marita Blitzko-Hoener sowie Vertreter der Schulleitung herzlich willkommen. Eingeladen waren auch die beiden Schüler, die jeweils die meisten Runden an den beiden Veranstaltungstagen zurücklegten. Wie zu erfahren war, liefen Etienne Gerlach (aus Girod) vom Seniorenzentrum St. Josef in Dernbach am 9. Oktober 50 Runden und Christian Haut (aus Elsoff) vom Alten- und Pflegeheim Diekmann in Rennerod am 12. Oktober 67 Runden. Wie Blitzko-Hoener berichtete, hat das Unternehmen ITEX Gaebler (Heiligenroth) 50 Rucksäcke im Gesamtwert von 1.000 Euro gespendet. Diese sind für die besten 25 Läufer. Stellvertretend freuten sich Etienne Gerlach und Christian Haut über diese nette Anerkennung ihrer sportlichen Leistungen.

BBS Spendenscheck 12-2015.1 v1                             
Das Organisationsteam überreichte den Spendenscheck: Christiane Fuhrländer (v. li.), Dirk Weber, Peter Holl, Edith Detzler, Christian Haut (Schüler), Heinz-Peter Rüffin (Vorsitzender des Hospizvereins Westerwald), Etienne Gerlach (Schüler), Ralf Seekatz (MdL und Stadtbürgermeister), Dr. Marita Blitzko-Hoener und Wolfgang Müller.


                „Haus des Lebens für die letzte Lebenszeit“

„Mit einer solchen Summe hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet“, freute sich Stadtbürgermeister Ralf Seekatz, der 350 Euro spendete, so dass ein Scheck in Höhe von 9.000 Euro überreicht werden konnte. Überrascht über das „große Echo“ des Benefizlaufes äußerte sich auch Rüffin, der sich über das "große Weihnachtsgeschenk" sehr freute. Lobende Worte gab es für das Organisationsteam für die geleistete Arbeit. Seinen besonderer Dank sprach Rüffin aber auch den Teilnehmern und Sponsoren aus. Er nutzte nun die Gelegenheit, den Anwesenden einen kleinen Einblick in das geplante Projekt zu geben. Dabei gehe es um ein stationäres Hospiz als Ort der Geborgenheit und der kompetenten Betreuung für Sterbende. Für das Gebäude, das auf dem Gelände des Herz-Jesu-Krankenhauses Dernbach errichtet werden soll, gebe es leider keine öffentlichen Gelder. So sei es erfreulich, dass viele Bürger aus der Region das Vorhaben finanziell unterstützen.
                Spatenstich soll im März erfolgen
Mit dem Bau werde im März 2016 begonnen. Das „Haus des Lebens für die letzte Lebenszeit“, wie es Rüffin bezeichnete, werde dann innerhalb von sechs bis sieben Monaten von dem Hartenfelser Unternehmen Huf-Haus in Fertigbauweise fertiggestellt.
Wie der Vereinsvorsitzende weiter berichtete, müssen Schwerstkranke und sterbende Menschen im Westerwald, die nicht mehr zu Hause oder in stationären Pflegeeinrichtungen versorgt werden können, für einen Platz in einem stationären Hospiz derzeit lange Wartezeiten und weite Wege auf sich nehmen. Viele von ihnen würden den Tag ihrer möglichen Aufnahme gar nicht mehr erleben .
Die Katharina Kasper Hospiz GmbH möchte diese Versorgungslücke im Westerwald mit dem Neubau des stationären Hospiz St. Thomas schließen. Die Investitionssumme betrage rund 2,4 Millionen Euro.
Das Baumodell, was seit Monaten in verschiedenen Westerwälder Einrichtungen ausgestellt wird, werde beim nächsten Tag der offenen Tür in der BBS Westerburg zu sehen sein. Damit bekämen auch die Schüler, Lehrer und andere Interessierte einen Eindruck von den Planungen. (Text und Foto: Ulrike Preis)



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