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Westerburger Sozialamt ist gut aufgestellt

Wbg CDU Asyl 10.2015.05Bei einem gemeinsamen Termin der CDU von Stadt- und Verbandsgemeinderatsfraktion überzeugten sich die Fraktionsmitglieder von den Arbeitsbedingungen des Sozialamtes der Verbandsgemeinde Westerburg. „In erster Linie geht es uns darum, nachzufragen, wie die Arbeitsabläufe aufgrund der hohen Flüchtlingszahl sind und ob alles funktioniert“, so Herbert Schmitz, Vorsitzender der Stadtratsfraktion. Markus Hof, Vorsitzender der Verbandsgemeinderatsfraktion ergänzte: „Uns ist natürlich auch wichtig, den Mitarbeitern, die im Moment sehr viel leisten, unsere Wertschätzung zu zeigen und nachzufragen, ob wir politisch irgendwo nachbessern müssen“.
Der Leiter der Ordnungsverwaltung, Martin Ortseifen, berichtete den Fraktionsmitgliedern über den Sachstand und die Entwicklung der Asylbewerberzahlen in den vergangenen Jahren. Er führte aus, dass aktuell 141 Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Westerburg untergebracht sind. Derzeit sind zwei Halbtagskräfte und eine Auszubildende für diesen Bereich zuständig. „Alles läuft reibungslos, obwohl es natürlich sehr viel Arbeit ist“, so Ortseifen. Auf Nachfrage der Fraktionsmitglieder erläuterte VG-Bürgermeister Gerhard Loos, dass es gute Gründe dafür gebe, warum die Flüchtlinge dezentral, das heißt auf verschiedene freie Wohnungen in der Verbandsgemeinde Westerburg, verteilt würden. „Wir wollen keine zentrale Unterbringung der Menschen, da die Integration so viel besser gelingt“, so Loos abschließend. Dies wurde von allen anwesenden Kommunalpolitikern ebenfalls so gesehen.
Auf die Frage nach den Abläufen erläuterte der Abteilungsleiter, dass die Menschen zunächst von der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Trier auf die einzelnen Verbandsgemeinden verteilt würden. Danach würden sie vor Ort in freie Wohnungen eingewiesen. Derzeit sei noch genügend freier Wohnraum vorhanden. „Wir gehen mit den Leuten einkaufen, kleiden sie ein und auch die Wohnungen werden entsprechend eingerichtet“. Ortseifen bat den ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Ralf Seekatz darum, sich dafür einzusetzen, dass zentral über das Land ein Willkommens-Video erstellt werde, auf der grundlegendes Wissen über Deutschland und die Region in verschiedenen Sprachen wiedergegeben werden könnte. „Das würde uns sehr helfen“, hob Ortseifen hervor.

Wbg CDU Asyl 10.2015.05

Bezüglich der Kosten sieht es so aus, dass das Land derzeit 513 Euro im Monat je Flüchtling zahlt. Dies decke bei weitem nicht die entsprechenden Kosten, die bei rund 1.000 Euro lägen, so Ralf Seekatz. Der Abgeordnete berichtete von der aktuellen Haushaltsberatung im Landtag. Danach sei vorgesehen, dass die Landesmittel komplett gestrichen würden und dann nur noch die neu zugewiesenen 670 Euro je Flüchtling an Bundesmitteln direkt an die Kommunen weitergegeben werden. „Somit werden die Kommunen mit den Restkosten wieder einmal im Stich gelassen“, so Seekatz abschließend. Auf Nachfrage berichtete Ortseifen über die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Verbandsgemeinde Westerburg. Weiter ergänzte er, dass Mitte des Jahres 2015 das Asylprojekt Integrationsnavigator für ehrenamtlich Interessierte startete. Das durch die Diakonie ins Leben gerufene und vom Lions Hilfswerk Westerwald e.V. geförderte Projekt beabsichtigt die Integration asylsuchender Menschen in der Verbandsgemeinde aktiv zu unterstützen. Ziel ist es Flüchtlingen in der Verbandsgemeinde Westerburg, mit ganz pragmatischer Unterstützung von Ehrenamtlichen, vor allem Orientierung in der neuen Heimat und Begleitung im Alltag anzubieten. Derzeit haben wir rund 50 Menschen, die sich ehrenamtlich auf verschiedenste Art und Weise für die Flüchtlinge einsetzen. Sei es durch Sprachkurse, durch die Hilfe kleinerer handwerklicher Reparaturmaßnahmen in den Wohnungen, Betreuung bei Behördengängen oder auch einfach mal die Begleitung beim Einkaufen. Insgesamt seien die untergebrachten Menschen sehr dankbar und kooperativ. „Es erreichen uns viele Sachspenden, die derzeit auch in Räumlichkeiten, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, eingelagert werden.“ Nicht unerwähnt blieben die privaten Vermieter, die mit dazu beitragen, dass die Menschen gut untergebracht würden. Ortseifen bat die Politik abschließend, für die künftige Haushaltsberatung den Stellenplan leicht anzuheben, damit künftig eine zusätzliche halbe Stelle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozialamt unterstützen kann. Mit dieser Bitte im Gepäck bedankten sich die beiden Fraktionsvorsitzenden Schmitz und Hof für die Informationen und natürlich für die geleistete Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialverwaltung.

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