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Zu viel Steuergeld für die "Rehabilitierung" von Karl Marx

„5,6 Mio. € für eine Ausstellung zur ‚Rehabilitierung‘ von Karl Marx. Das ist eindeutig zu viel und in der Sache völlig unangebracht“, so Günther Schartz, stellvertretender CDU-Landesvorsitzender. „Das finanziell notleidende Land sollte die Summe für ehrenamtliche Kultur, die jetzt sehr geforderte Polizei oder Infrastrukturinvestitionen verwenden, anstatt für eine opulente Ausstellung. Was zahlt denn eigentlich die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung, deren Vorsitzender der ehemalige SPD-Ministerpräsident ist? Das braucht eine Klarstellung!“   Karl Marx wird 200 Jahre. Sicher ein Anlass, um sich mit Aussagen und Irrtümern dieses Mannes zu beschäftigen und sie in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Nicht mehr und nicht weniger ist hier nach Ansicht von Schartz notwendig. „5,6 Mio. € Steuergeld sind dafür eindeutig zu viel, zumal mit dem Karl-Marx-Haus in Trier eine eigene Einrichtung mit eigenen Mitteln dafür zur Verfügung steht.“  

„Dieser Schwerpunkt für Karl Marx bindet viele Kulturmittel, die ansonsten an ehrenamtliche Kulturträger im Land gegeben werden könnten. Diesen Vereinen und Verbänden werden jedoch seit Jahren die Finanzmittel gekürzt“, erklärt Günther Schartz, der auch Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz ist. Die kulturtreibenden Verbände im Land vermissten seit Jahren eine klare Priorität zur Förderung der Breitenkultur im Land. Dass jetzt geradezu eine „elitäre Finanzierung“ für Karl Marx gemacht werde sei schon seltsam. „Das Proletariat sitzt jetzt in den ehrenamtlichen Kulturorganisationen und den örtlichen Kultureinrichtungen.

Rund um Marx wird, scheinbar auch mit Hilfe der Kirche, geradezu kapitalistisch gewirtschaftet“, so CDU-Landesvize Schartz.   Grotesk sei diese Finanzierung auch deshalb weil an anderer Stelle, zum Beispiel bei der Polizei, mangels Geld fast schon eine Millionen Überstunden nicht abgefeiert werden und jetzt wieder neue Aufgaben auf diese Berufsgruppe zukommen. Mit dem Landesanteil von 4, 2 Mio. € könnte hier mehr ausgerichtet werden als mit einer überdimensioniert Marx-Ausstellung.   (Nr. 005/2015 - 14.01.2015)

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