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Neujahrsempfang der CDU Westerburg stieß auf großes Lob

thumb Neujahrsempfang CDU Wbg. 2013.01Dr. Guido Heinen sprach „Vom Geist der Zeit“

Der „Geist der Zeit“ stand wieder einmal im Mittelpunkt des traditionellen Neujahrsempfang der CDU Westerburg, die in diesem Jahr den Leiter der Abteilung Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, Dr. Guido Heinen, gewinnen konnte.
Seit nunmehr 28 Jahren lädt die CDU Westerburg Mitte Januar zu einem informativen und geselligen Neujahrsempfang in den Pfarrsaal der Christkönigkirche Westerburg ein. Obgleich diesmal aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse weniger Vertreter des öffentlichen Lebens zum Gedankenaustausch rund um den Jahreswech-sel gekommen waren, so war es dennoch eine kurzweilige und informative Veran-staltung, die reichlich Beifall erntete. Zunächst hieß der Vorsitzende der CDU Westerburg, Daniel Björn Kraft, die Gäste, darunter das Ehrenmitglied Josef Kehr, den Ehrenvorsitzenden  Gerhard Krempel (der Ideengeber des Neujahrsempfangs), MdB Joachim Hörster und MdL Gabi Wieland herzlich willkommen.

In seinem Grußwort wies Stadtbürgermeister und MdL Ralf Seekatz auf die gemeinschaftlichen Bemühungen in der Kommunalpolitik hin. „Die alten werden die neuen Baustellen sein“, äußerte er sich im Hinblick auf Altstadtsanierung, Burgmannenhaus und Belebung der Innenstadt. Letzteres sei ein „schweres Geschäft“. Zur Sprache kamen auch die Vermarktung der Wäller-Kaserne und die Bemühungen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur (B255).

Der Westerwald sei eine vitale Region mit viel ehrenamtlichem Engagement, hob Dr. Andreas Nick in seinem Grußwort hervor.  Der Bundestagskandidat hatte zugleich die ehrenvolle Aufgabe, den Gastredner, Dr. Guido Heinen, vorzustellen. Gemeinsam hätten sie das Gymnasium in Montabaur besucht und dort die Schülerzeitung „Kuckucksei“ ins Leben gerufen. Dr. Heinen ist Theologe und Philosoph, langjähriger Journalist (”Die Welt”) und mittlerweile Presse- und Kommunikationschef des Deutschen Bundestages.  
Neujahrsempfang CDU Wbg. 2013.01

„Kommunikation und Bildung sind die Schlüsselressourcen“, so Dr. Heinen, der als privater Bürger, Staatsmann und gebürtiger Westerwälder auf humorvolle Art die alltägliche Medienpraxis beleuchtete. „Der Nachrichtenstrom wird immer breiter, aber nicht tiefer“, bedauerte der Gastredner. Dabei ging er auf die immer größer werdende Zahl der Medien ein. Die journalistische Macht habe sich beispielsweise beim Präsidentenuntergang im vergangenen Jahr gezeigt. Die Deutschen haben das sehr relaxt aufgenommen, bemerkte Dr. Heinen spitzfindig. Oftmals werde ein Mensch auf ein Stichwort reduziert. Was den Medien fehle, seien Kontrollmechanismen und eine selbstkritische Reflektion. „Bio-Äpfel und Schweineschnitzel werden besser getestet als die Nachrichten“, bemängelte Dr. Heinen. Dem Geist der Zeit folgend, müsse der Bürger der immer größer werdenden Nachrichtenflut kritisch entgegen stehen.

Ein großes Kompliment sprach Westerburgs VG-Bürgermeister Gerhard Loos dem unterhaltsamen Gastredner aus und bedankte sich mit einem "Kräuterwind"-Geschenk aus der Heimat. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende des Westerburger Stadtrates, Herbert Schmitz, ließ es sich nicht nehmen, allen Anwesenden für ihr Kommen zu danken. Sein besonderer Dank galt allen Helfern der Veranstaltung.

Für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten Felix Hastrich am Klavier und die Sängervereinigung 1852 Westerburg unter der Leitung von Helge Staller. Wie in den Jahren zuvor, so klang das Treffen traditionsgemäß bei guten und angeregten Gesprächen aus.

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