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Neues Notarztfahrzeug vorgestellt

thumb RennerodKaserne10.2012Landtagsabgeordnete suchten das Gespräch mit den Soldaten
Auf Einladung des Kommandeurs des Lazarettregiments 21 „Westerwald“, Dr. Kai Schmidt, statteten die beiden CDU-Landtagsabgeordne-ten Dr. Peter Enders (Oberfeldarzt a. D.) und Ralf Seekatz der Alsberg-Kaserne in Rennerod einen Besuch ab. Im Mittelpunkt der Gespräche stand neben den Erlebnisberichten der Soldaten die Vorstellung des neuen Notarztfahrzeuges Eagle IV, bei dem sich die Anschaffungskosten auf rund 1,3 Millionen Euro pro Stück belaufen. Hierbei handelt es sich um ein leicht gepanzertes militärisches Einsatzfahrzeug der Marke Mowag, das einen beweglichen Arzttrupp beherbergt. Wie von einem Sanitätssoldaten zu erfahren war, ist neben dem Fahrer noch Platz für den Kommandant bzw. Rettungsassistent, Notarzt und eine liegende verletzte Person. Gerade bei Auslandseinsätzen bewähre sich die leicht gepanzerte Ausstattung, die Schutz gegen Minen, ballistische Geschosse (Handwaffen) und Sprengsätze biete. Die weiteren Vorzüge lägen im Dieseltriebwerk mit Turboaufladung sowie beim permanenten Allradantrieb mit Automatikgetriebe. „So können wir Neigungen bis zu 60 Prozent bewältigen“, erläuterte Dr. Schmidt. Um schwerste Explosionen abzumildern, werde das Chassis des Gefährts im Doppelschalensystem hergestellt. Rundum sei es mit dickem, verzerrungsfreiem Panzerglas ausgerüstet.
RennerodKaserne10.2012
Die schweren Türen könnten bei Bedarf mit zusätzlichen Verriegelungen verankert werden. Der Fahrzeugführer werde über eine elektronische und optische Anzeige mit aktuellen Fahrzeugdaten und Kamerabildern versorgt. Außerdem besitze der Wagen ein Luftregulierungssystem für die Reifen sowie eine Nebelmittelwurfanlage. Für Rennerod wurden insgesamt vier solcher Fahrzeuge angeschafft. Informativ war auch die Einweisung in die modularen Sanitätseinrichtungen, sprich medizinische Behandlungs- und Peripheriecontainer. Wie Oberfeldwebel Dominic Goetz beim Rundgang erläuterte, können die Zelte und Container bei längeren Einsätzen innerhalb kurzer Zeit aufgebaut und komplett eingerichtet werden. „Diese hochwertige medizinische Ausrüstung im Einsatz dabei zu haben, ist Gold wert“, unterstrichen die beiden Landtagsabgeordneten. Auf die Frage von MdL Ralf Seekatz, wie es denn nach dem Abschaffen der Wehrpflicht mit dem Nachwuchs aussehe, berichtete Dr. Schmidt, dass diese als moderat zu bezeichnen sei und verbessert werden könne. In diesem Zusammenhang erzählte er vom erfolgreichen Sommercamp der Alsberg Kaserne. Daran hätten in diesem Jahr rund 50 angehende Abiturienten teilgenommen, die alle mit Spaß und Eifer bei der Sache gewesen wären. Viele Interessenten locke auch der traditionelle „Tag der offenen Tür“ an, der alle zwei Jahre stattfindet. „Hier auf dem Land ist die Wertschätzung um die Bundeswehr noch gegeben“, waren sich Enders und Seekatz einig. Wichtig sei es, Werbung für Anerkennung und Wertschätzung der Bundeswehr bei der Bevölkerung zu machen. Im Anschluss an eine Geländefahrt hatten die beiden Landtagsabgeordneten die Möglichkeit, mit Soldaten ins Gespräch zu kommen. Ihre Berichte von Erlebnissen und Erfahrungen im In- und Ausland sorgten für reichlich Gesprächsstoff. Abschließend bedanken sich die beiden CDU-Politiker für den netten und äußerst informativen Empfang.

 

 

 

 

 

 

 

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