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CDU Mitglieder besuchten Tube-Tec in Nistertal

thumb NistertalTubeTec4Auf Fachkräftemangel und Platzprobleme hingewiesen
Kürzlich stattete der Landtagsabgeordnete Ralf Seekatz gemeinsam mit Mitgliedern der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat Bad Marienberg im Rahmen der „Zuhör-Tour“ der Firma Tube-Tec in Nistertal einen Besuch ab. Mit von der Partie war auch die Ortsbürgermeisterin von Nistertal, Beate Held. Zunächst hießen die beiden Geschäftsführerinnen Ute Brisch und Claudia Seiler die Gäste willkommen. Gemeinsam mit Ronald Wallinowski gründeten die beiden Frauen vor 16 Jahren den Betrieb, welcher zu Beginn in Norken beheimatet war.
Von dort aus zog die Firma im Jahre 2003 ins Industriegebiet Nistertal um. Mittlerweile ist Tube-Tec ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Rohrumformung- und Rohrschweißtechnik. Zu den rund 2.500  Kunden zählen Namen wie Bayer, BASF, Linde und RWE. 50 Prozent der Kundschaft hat seinen Standort außerhalb Europas. In intensiver Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Kunden werden zylindrische Rohrschlangensysteme, Flachschlangen, Rohrbogen, Rohrspools und spezielle Komponenten für die Kraftwerkstechnik angefertigt. Es entstehen zum Teil hochkomplexe Systeme und Komplettlösungen, die u.a. in der Groß- und Petrochemie, der Chemieapparate-Zulieferindustrie, der Öl- und Gasindustrie, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder in der Kraftwerkstechnik zum Einsatz kommen.
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10 bis 15 Meter lange Rohrschlangensysteme mit einem Gewicht von bis zu 80 Tonnen sind keine Seltenheit. Tube-Tec beschäftigt rund 180 Mitarbeiter, davon 23 Auszubildende. Wie im Gespräch zu erfahren war, beträgt die Produktionsfläche zurzeit rund 11.000 Quadratmeter. „Der Platzmangel ist unser Hauptproblem. Für die Logistik benötigen wir viele Stunden, die uns kein Kunde bezahlt“, erläuterte Ute Brisch. Die bebaubare Fläche sei komplett ausgenutzt. „Wir brauchen Platz in der Nähe“, so der dringende Wunsch des Unternehmens. Diesbezüglich sagten sowohl MdL Ralf Seekatz als auch Ortsbürgermeisterin Beate Held ihre Unterstützung zu.
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Beim Rundgang wies Betriebsleiter Stephan Held  die Besucher auf die hohen Ansprüche in der Schweißtechnik hin. In diesem Zusammenhang kam das Gespräch auf den Fachkräftemangel, welcher ein weiteres Problem darstelle. Obwohl der Westerwald eine florierende Region sei und viel zu bieten habe, gestalte sich die Suche nach geeignetem Personal sehr schwierig. Claudia Seiler wies darauf hin, dass Tube-Tec die Möglichkeit des dualen Studiums anbiete. „Doch die Nachfrage ist nicht so, wie wir uns das wünschen“, so Brisch . MdL Ralf Seekatz gab den Tipp, die Schulleiter der Gymnasien in der Region anzusprechen und in den Klassen der Oberstufen für das Unternehmen zu werben. Damit der Nachwuchs einen Einblick bekäme, wäre auch für die Schüler der Gymnasien ein mehrtätiges Betriebspraktikum hilfreich, gaben auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion im VG-Rat Bad Marienberg, Bernd Weber, und Christel Krischkowski zu bedenken.

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