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MdL Ralf Seekatz: "Beim Photovoltaik-Ausbau auch an Normalbürger denken!"

Preise für Solaranlagen sind schneller gesunken als ihre Förderung  - Verbraucher müssen von Kosten entlastet werden

Derzeit wird über die anstehende Senkung der Photovoltaik-Vergütung auch im Westerwaldkreis intensiv diskutiert. Der starke Zubau von Solarstrom ist eine Erfolgsgeschichte. Trotz sinkender Vergütungssätze seien die Renditen für Solaranlagenbetreiber aufgrund der rasant sinkenden Materialkosten weiterhin höchst attraktiv. Allerdings entstanden dem Stromverbraucher durch die Förderung der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr Kosten von 12,4 Milliarden Euro! Das sei die Hälfte der Fördersumme für Erneuerbare Energien, obwohl der Solarstrom gerade einmal drei Prozent zur Stromversorgung in Deutschland beitrage.

Der heimische Landtagsabgeordnete Ralf Seekatz bedauert die Schieflage und Einseitigkeit, die die Debatte über die Fördersätze oftmals bekomme. Zu selten werde über die Belastungen der normalen Leute geredet. Wenn die Renditen einiger Weniger steigen, und viele Bürger dies bezahlen müssten, dann tue eine Anpassung Not. "Ich bin schon verwundert, dass die SPD immer von sozialer Verantwortung redet, aber sie im Konkreten dann vergisst", so MdL Seekatz. Jeden Haushalt koste derzeit allein die Förderung der Erneuerbaren Energien durchschnittlich pro Jahr rund 125 Euro zusätzlich. Die Verbraucher müssten jetzt endlich an den gesunkenen Erzeugerkosten beteiligt werden.

"Von der deutschen Photovoltaik-Förderung profitieren vor allem finanziell besser gestellte Haus- und Grundbesitzer, zunehmend auch ausländische Großinvestoren und Fonds, die mitunter zweistellige Renditen kassieren. Bezahlen müssen dies die deutschen Stromkunden, Haushalte in Mietwohnungen, kleine Gewerbetreibende, mittelständische Unternehmen. Sie finanzieren damit vor allem Arbeitsplätze in China und Südostasien, wo mittlerweile über 80 Prozent der Solaranlagen hergestellt werden. Daher ist der Vorschlag der Bundesregierung für eine Änderung des EEG mit einem geplanten Einstieg in die Selbstvermarktung und einer Absenkung der hohen Fördersätze für Solaranlagen kein Weltuntergang, im Gegenteil", ist sich der CDU-Politiker sicher.

MdL Ralf Seekatz: „Die Solarenergie muss weiterhin ein wichtiger Bestandteil unseres Energiemixes sein. Fakt ist aber: Der Ausbau muss bezahlbar bleiben. Eine zu hohe Solarförderung belastet etwa besonders Geringverdiener oder Alleinerziehende. Auch diese betroffenen Gruppen müssen wir im Blick haben.“

 

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