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Duales Ausbildungsprinzip in Deutschland ist ein Erfolgsmodell

thumb_wbg._ju1JU Westerwald setzt ihr Themenjahr zu Bildung und Ausbildung mit großer Resonanz fort

„Ausbildungschancen junger Menschen“ lautete das Thema der Gesprächsrunde, zu der die Junge Union im Westerwald geladen hatte. Dazu konnte die Kreisvorsitzende der Jungen Union Westerwald, Jenny Groß, mit Dr. Adolf Weiland (MdL), Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Jugend im rheinlandpfälzischen Landtag, als Referenten einen kompetenten Ansprechpartner begrüßen. Ebenfalls Rede und Antwort standen Landtagskandidatin Gabi Wieland und MdL Ralf Seekatz sowie MdB Joachim Hörster.

Dr. Adi Weiland begrüßte das Themenjahr der christdemokratischen Jungpolitiker: „Einen großes Lob an die Junge Union Westerwald, dass sie sich so konstant mit einem solch wichtigen Thema wie der Bildungspolitik beschäftigt und ein Themenjahr dazu ausruft.“
Ausführlich und kompetent referierte Dr. Adi Weiland (MdL) über die Bildungs- und Ausbildungssituation. Dabei räumte er auch mit dem Mythos auf, dass längeres gemeinsames Lernen die Schüler voran bringe. „Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Untersuchungen oder Belege!“ Die neuen Realschule Plus kennzeichnete Adi Weiland als das über Nacht eingeführte zweigliedrige Schulsystem und warnte vor Gleichmacherei. „Ein gutes Schulsystem lebt von der Durchlässigkeit. Diese Möglichkeit weiter zu fordern, ist unser Ziel.“
Nicht ausbildungsfähige Schulabgänger, gravierende Bildungslücken bei Jugendlichen, fehlende Schulabschlüsse – doch wie können Politik und Elternhaus dagegen angehen? „Wir müssen junge Menschen dazu befähigen, als Erwachsene ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können“, so Dr. Adi Weiland. In seinen Ausführungen gab er einen Einblick in das geänderte Bildungsverhalten und das Streben nach immer höheren Abschlüssen. Fakt sei, dass die Eltern nur das Beste für ihr Kind wollen. Das heißt: Ein breit gefächertes Bildungsangebot und das möglichst wohnortnah! Dabei machte er den Anwesenden deutlich, dass die Eltern Schulen bevorzugen, an denen alle Abschlüsse auf allen Abstufungen möglich sind. „Die Türschilder sind zweitrangig – Es kommt auf die Bildungsinhalte an“, so Weiland.
Auch im Westerwaldkreis, betonte der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, verändert sich die Bevölkerung. Daran ist nicht zuletzt der starke demografische Wandel schuld, der die Zahl der Auszubildenden in Zukunft um zehn Prozent schrumpfen lassen wird. „Daraus sollte man aber nicht gleich auf bessere Chancen der Auszubildenden schließen“, erklärte Dr. Adi Weiland. Die Anforderungen, die an junge Schulabgänger gestellt werden, werden in Zukunft weiter steigen. Deshalb fordert die CDU Rheinland-Pfalz, dass Abschlüsse und Zeugnisse im gesamten Land vergleichbarer werden.
In einem Bericht der Berufsberaterin Cathleen Ruppert-Wenzel von der Bundesagentur für Arbeit konnten sich die Anwesenden außerdem ein Bild von der Berufsberatung vor Ort machen. „Wir bemühen uns täglich und versuchen den Jugendlichen in den Schulen bereits eine Hilfestellung und Beratung zu geben. Allerdings ist es wichtig, dass die jungen Menschen eine Vorstellung haben, was sie beruflich machen möchten,“ erklärte sie.
An der anschließenden lebhaften Gesprächsrunde beteiligten sich Kommunalpolitiker, Vertreter der Agentur für Arbeit, des Kreises sowie der örtlichen Schulen und Ausbildungsbetriebe. Hier wurden zwei Aspekte besonders deutlich: Die erworbenen schulischen Abschlüsse müssen wieder auf Qualifikationen und Inhalte schließen lassen. Zudem müssen die Schüler realistische Vorstellungen von Bildungsmöglichkeiten und Arbeitsmarkt bekommen.
Die JU Kreisvorsitzende Jenny Groß dankte am Ende der Veranstaltung allen Anwesenden für ihren unermüdlichen und wichtigen Einsatz bei der Ausbildung Jugendlicher. „Nicht zuletzt die ausbildenden Betriebe im Kreis legen einen wichtigen Grundstein für die Zukunft der Jugendlichen.“ Es sei wichtig, dass auch in Zukunft auf allen Ebenen der Bildungs- und Ausbildungsbereich weiter gestärkt und gefördert werde. Sie verwies auf die im Kreis zahlreichen Betriebe, die ohne Leistung, Mut und Wille nie zu dem gewachsen wären, was sie heute sind. Dies gelte es auch in den Köpfen der Jugendlichen zu verankern. Abschließend blickten die Junge Union und die Referenten positiv in die Zukunft der Ausbildungsmöglichkeiten im Westerwald.

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