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Bildung beginnt im Kindergarten

Bad Marienberger Gymnasiasten besuchen Schüler-Landtag in Mainz thumb_bm_gym._landtag_klein1

Die Klasse 10a des Evangelischen Gymnasiums Bad Marienberg nimmt am Dienstag, den 30. November am 26. Schüler-Landtag in Mainz teil. Zur Zeit bereiten sich die Schüler auf ihren „großen Tag“ vor. Um von einem „Insider“ wichtige Ratschläge und rhetorische Tipps zu bekommen, luden sie MdL Ralf Seekatz zu einer Gesprächs- und Informationsrunde in ihre Schule ein.

Der Schulleiter des Evangelischen Gymnasiums Hartwig Scheidt hieß den Besucher aus Mainz herzlich willkommen. Auch dessen Stellvertreter Dirk Weigand, der die Klasse 10a im Fach Sozial-kunde unterrichtet, und Klassensprecher Lorenz Wagner freuten sich, dass MdL Ralf Seekatz der Einladung der Schüler gefolgt war, um im persönlichen Gespräch Rede und Antwort zu stehen. Mathieu Herkersdorf, der für seine 25 Mitschüler als Fraktionsvorsitzender fungiert, hatte nun die ehrenvolle Aufgabe, eine Kostprobe seiner Rede vorzutragen. Wie zu erfahren war, haben die Bad Marienberger Gymnasiasten einen Antrag zum Thema „Bildung beginnt im Kindergarten“ gestellt. Mit der Überschrift „Für die Kleinsten das Beste - Mehr Bildung für alle in den Kindergärten“ möchte die Klasse 10a im Schülerlandtag Notstände in Sachen Bildung aufzeigen und diesbezüglich mehrere Forderungen durchsetzen. Dazu gehört neben einem verpflichtenden letzten Kindergarten-jahr vor der Einschulung auch eine bessere Ausbildung der Mitarbeiter des Kindergartens, welche durch das Land Rheinland-Pfalz finanziert werden soll. „Ein sehr aktuelles Thema“, so Ralf Seekatz und lobte den gekonnten Vortrag des Schülers, der eine Redezeit von fünf Minuten nicht überschreiten darf. „Du wirst furchtbar nervös sein“, prophezeite er dem jungen Fraktionssprecher, der von seinem Stellvertreter Niklas Heupel unterstützt wird. Interessiert verfolgten auch Schülerlandtags-Präsidentin Emily Mc Cracken und ihre Mitschüler die Ausführungen des Abgeordneten, der ihnen aus dem Alltag im Mainzer Landtag berichtete. Natürlich gehörte auch konstruktiven Kritik dazu, wie der Hinweis auf Pause, Betonung, Blickkontakt und Gestik. Er riet den Schülern, Lücken mit Fachwissen zu füllen, um so den Antrag bei aufkommenden Fragen der drei anderen Parteien (Klassen von anderen Schulen) untermauern zu können. Zur Taktik gehöre es auch, sich Verbündete zu suchen. So könnte es von Vorteil sein, schon jetzt mit den anderen Schulklassen Kontakt aufzunehmen und Informationen auszutauschen. „Bevor der Antrag abgelehnt wird, solltet ihr einen Kompromiss eingehen“, riet er den Schülern, wünschte viel Glück und versprach, die Daumen zu drücken. Abschließend forderte er die Schüler auf, sich auch im alltäglichen Leben für die Politik zu interessieren, schließlich könnte durch das Engagement in Gemeinde-, Stadt- und Verbandsgemeinderäten etwas bewegt werden.

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