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CDU-Ortsverband Hachenburg besuchte gemeinsam mit MdL Ralf Seekatz die Ortsgemeinde Gehlert

gehlert_03hpDer CDU-Ortsvorsitzende Tobias Petry besuchte kürzlich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordnete Ralf Seekatz, dem CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Karl-Heinz Boll sowie weiteren Ortsvorstandsmitgliedern die Ortsgemeinde Gehlert. Ortsbürgermeister Paul Kunz konnte neben den Unionspolitikern auch Mitglieder des Ortsgemeinderates im Sitzungssaal des Dorfgemeinschaftshauses begrüßen.

Kunz gab in seinen Ausführungen einen kurzen Überblick über die
wirtschaftliche und finanzielle Lage seiner 630 Einwohner zählenden Gemeinde. Zu
den Höhepunkten in kultureller Hinsicht zähle die 750-Jahr-Feier, bei der sich
im Jahre 2005 die ganze Gemeinde überaus engagiert gezeigt hätte. In diesem
Zusammenhang wies Kunz auch auf die sehr aktiven Ortsvereine hin, die bei
sämtlichen Gelegenheiten für ein lebendiges Gemeindeleben sorgen würden. In
Sachen Jugendarbeit habe Gehlert ein Vorzeigemodell: im ehemaligen
Feuerwehrgerätehaus sei jetzt ein Jugendtreff, in dem exzellente Jugendarbeit
geleistet werde. Ebenso erfolgreich ist seit einigen Jahren ein Seniorentreff.
Besonders lobte er das rege ehrenamtliche Engagement seiner Mitbürger, deren
tatkräftige Unterstützung hinsichtlich der finanziellen Lage auch notwendig sei.
„Früher gab es hier mal drei Lebensmittelgeschäfte, heute müssen wir zum
Einkaufen in die Stadt fahren“, bedauerte der Ortsbürgermeister. Im vergangenen
Jahr seien Investitionen in die Friedhofsanierung und -erweiterung sowie in den
Vollausbau der Straßen im Neubaugebiet geflossen. Sanierungsbedürftig sei das
Dorfgemeinschaftshaus, welches in den 1970er Jahren erbaut wurde.
„Da die Steuereinnahmen rückläufig sind, ist für diese Maßnahmen jedoch kein
Geld vorhanden“, so Kunz. Ein weiteres und überaus wichtiges  Problem sei die
geplante Windkraftanlage der Gemeinde Alpenrod. Die Gemeinde Gehlert habe aus
ökologischer Sicht selbst auf den Bau  solcher Anlagen verzichtet, obgleich sie
die daraus resultierenden Einnahmen sicher gut hätte gebrauchen können.
Hinsichtlich des Wasserschutzgebietes stelle er sich die Frage: „Wurde hier in
Sachen Naturschutz alles getan?“. Von der Planung her sei die ganze Sache bisher
schlecht gelaufen. Betroffen seien auch die Nachbargemeinden Lochum und
Steinebach, die ebenfalls nicht an einen „Runden Tisch“ gebeten wurden. Während
der VG-Sitzung sei hinsichtlich des Flächennutzungsplans Alpenrod nicht näher
beleuchtet worden, gab der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Karl-Heinz Boll
Auskunft. Des Weiteren müsste auf die Wirtschaftswege hingewiesen werden.
MdL Ralf Seekatz bedankte sich bei Ortsbürgermeister Paul Kunz für die
Einladung. „Ich bin gerne gekommen, um vor Ort tiefere Einblicke zu bekommen.
Sicher kann ich Hinweise geben und bei so manchem Problem behilflich sein“, bot
er seine Unterstützung an. Bezugnehmend auf die  notwendige, energetische
Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses wolle er sich über Zuschussmöglichkeiten
informieren. Bezüglich der Windenergie kam er nochmals auf den
Flächennutzungsplan zu sprechen. Schließlich sei die Angelegenheit im
gemeindlichen Miteinander zu regeln.
Nach allgemeinen Aussagen zum Thema Finanzen kam schließlich zur Sprache, dass
offensichtlich eine Gebiets- und Verwaltungsreform notwendig sei. Die
Gewerbesteuer sei nach dem heutigen Stand zu unsicher, hier wäre bei den
politisch Verantwortlichen ein Umdenken dringend ratsam. Nach der
Bildungspolitik wurden auch verschiedene gesellschaftliche Probleme erörtert.
„Die Belastung durch die steigenden Sozialausgaben treiben die Umlagen in die
Höhe und lassen manchen Haushalt unausgeglichen werden“, räumte Tobias Petry
ein. Allein aus diesem Grund müsse bereits früher etwas für die Hilfebedürftigen
getan und auch in den Nachwuchs stärker investiert werden. Eine gute
Bildungspolitik ist aktive Sozial- und Familienpolitik zugleich, ist sich Petry
sicher.
Im Anschluss wurde die ortsansässige Firma Blasius Schuster
(Spedition-Entsorgung-Baustoffe) besucht.

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