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MdL Seekatz gab in Hachenburg Insider-Tipps - Realschulklasse bereitet sich auf Plenarsitzung in Mainz vor

Politik zum Anfassen und Mitmachen, dies erleben zur Zeit die 26 Schüler der Klasse 10b der Graf-Heinrich-Realschule plus Hachenburg, die sich gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Jens Köhler für die Teilnahme am Projekt „Schüler-Landtag“ vorbereiten. 

Was liegt da näher, als sich einen „Insider“ einzuladen, der ein bisschen aus dem „Nähkästchen“ plaudern kann. Während eines Besuchs im Mainzer Landtag hatten die Schüler bereits im vergangenen Jahr den Landtagsabgeordneten Ralf Seekatz (CDU) kennengelernt. Gerne folgte dieser der Einladung von Jens Köhler, der seine Klasse auch im Fach Sozialkunde unterrichtet und sich aus dem Gespräch einige Tipps und Informationen erhoffte. In seiner Begrüßung informierte Köhler den Besucher aus Mainz über den derzeitigen Stand der Dinge.

Die Klasse 10b ist eine von vier ausgewählten Klassen aus Rheinland-Pfalz, die am 3. Dezember am Schüler-Landtag, sprich einer Plenarsitzung von und für Schüler, in Mainz teilnehmen darf. Die dann gefassten Beschlüsse werden schließlich an die richtigen Fachausschüsse des Landtags weitergeleitet, damit sich die Landtagsabgeordneten ebenfalls mit diesen Themen befassen können.

Die Gesprächsrunde machte deutlich, dass sich die Schüler bereits seit Wochen intensiv mit dem Thema Verbesserung der Berufswahlvorbereitung beschäftigen. Lang ist die Liste der Ideen und Verbesserungsvorschläge, die ihrer Meinung nach schnellstens in die Tat umgesetzt werden müssten. Doch so einfach ist das nicht. In der Politik laufen die Mühlen anders. Zuerst muss ein Antrag formuliert werden, der mehrheitsfähig ist. „Normalerweise sucht man sich dann Verbündete. In der Praxis ist die Politik ein Zusammenspiel von Kompromissen, die Fraktionen stimmen sich in der Regel vorher ab, so dass 99 Prozent der Entscheidungen schon im Vorfeld feststehen“, verriet Seekatz.

Interessiert lauschten die Schüler den Ausführungen des Landtagsabgeordneten, der ihnen gerne Rede und Antwort stand. Während sich Philipp Mies als Landtagspräsident und Matthias Benner als sein Stellvertreter am „großen Tag“ neutral verhalten müssen, ist es Aufgabe von Fraktionssprecherin Tamara Pichlau und ihrer Vertreterin Elena Boll, die ausgearbeiteten Forderungen redegewandt und überzeugungskräftig den anderen Fraktionen vorzutragen. Dabei steht ein zusätzliches  Praktikum in den 10. Klassen der Realschulen plus ebenso an ersten Stelle wie die Einführung des Jobfux (bisher überwiegend an Hauptschulen -  hilft bei der Ausbildungssuche).

Weitere Punkte sind: mehr Zeit für die Berufswahl im Unterricht, einheitliche Standards für Bewerbungsschreiben, Verbesserung des Engagements der Bundesagentur für Arbeit in der Schule, Verhaltenskodex für Ausbildungsbetriebe (Rückmeldung bei Eingang der Bewerbung, Rückgabe der Bewerbungsunterlagen bei Nichteinstellung). Abschließend riet MdL Ralf Seekatz den Schülern, ihre Forderungen glaubhaft rüberzubringen , gegebenenfalls im Streitgespräch mit guten Argumenten zu untermauern und wünschte ihnen für ihren „Auftritt“ viel Glück.

 

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